Die Blutgruppen-Berechnung sagt die möglichen Blutgruppen eines ungeborenen (oder bereits geborenen) Kindes anhand der Blutgruppen von Mutter und Vater voraus. Die Blutgruppe wird durch zwei unabhängige Systeme bestimmt: das ABO-System (A, B, AB, O) und den Rhesusfaktor (positiv/negativ). Beide Merkmale folgen der klassischen Mendelschen Vererbung — jeder Elternteil gibt zufällig eines seiner beiden Gene (Allele) an das Kind weiter. Dieses Tool kreuzt jede mögliche Genkombination (ein Punnett-Quadrat), um das Ergebnis zu ermitteln.
Wie wird die ABO-Blutgruppe vererbt?
- Das A-Gen und das B-Gen sind dominant: Schon eine einzige Kopie zeigt sich im Phänotyp.
- Das O-Gen ist rezessiv: Es zeigt sich nur, wenn es mit einem weiteren O gepaart ist (OO). Deshalb erscheint eine AO-Person von außen als Blutgruppe A, kann das O-Gen aber trotzdem weitergeben.
- A und B sind kodominant: Werden sie gemeinsam vererbt, entsteht die Blutgruppe AB.
Wegen dieses â€versteckten O-Gens" können zwei Eltern mit Blutgruppe A ein Kind mit Blutgruppe O bekommen (AO × AO → OO). Das Ergebnis des Rechners berücksichtigt jeden möglichen Genotyp, der sich hinter der sichtbaren (phänotypischen) Blutgruppe eines Elternteils verbergen kann.
Wie wird der Rhesusfaktor vererbt, und was ist eine Rhesus-Unverträglichkeit?
Eine Rhesus-Unverträglichkeit kann entstehen, wenn das Immunsystem einer Rh-negativen Mutter Antikörper gegen das Blut ihres Rh-positiven Babys bildet; heute wird dies weitgehend durch eine Anti-D-Spritze (Rhogam) verhindert. Dieses Tool zeigt nur die Wahrscheinlichkeit — sprich für die Schwangerenvorsorge immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.