Die Rückwärtsrechnung: Von einem Datum zur passenden SSW
Die übliche Nutzung eines Geburtsterminrechners läuft "vorwärts": Man gibt die letzte Periode ein und bekommt den voraussichtlichen Geburtstermin sowie die aktuelle SSW heraus. Die Rückwärtsfrage ist seltener beschrieben, aber genauso oft relevant: Nicht "in welcher Woche bin ich heute", sondern "in welcher Woche werde ich an einem bestimmten anderen Tag sein" — zum Beispiel an einem angenommenen Flugdatum wie dem 15. Oktober.
Beispielrechnung (rein illustrativ): Angenommen, die letzte Periode begann am 1. Mai, und man möchte wissen, welche SSW am 15. Oktober desselben Jahres erreicht ist. Zwischen dem 1. Mai und dem 15. Oktober liegen rechnerisch etwa 167 Tage. Geteilt durch 7 ergibt das rund SSW 23 und 6 Tage — also der Übergang von SSW 23 zu SSW 24. Diese Art von Frage lässt sich auch elegant über den bereits berechneten Geburtstermin lösen: Man zählt einfach, wie viele volle Wochen zwischen dem 15. Oktober und dem Geburtstermin liegen, und zieht diese Zahl von 40 ab.
Typische Anlässe, ein bestimmtes Datum zu prüfen
Ein paar Beispielsituationen, in denen ein bestimmtes Kalenderdatum relevanter ist als das heutige Datum:
- Flugreisen: Viele Fluggesellschaften schränken das Fliegen ab einer bestimmten SSW ein (oft ab SSW 28 mit ärztlichem Attest, ab SSW 36 häufig ganz). Wer eine Reise für Oktober bucht, möchte vorher wissen, in welcher SSW dieser Tag liegt.
- Feiern und Termine: Hochzeiten, Umzüge oder größere Familienereignisse lassen sich leichter planen, wenn man weiß, ob man an diesem Tag im ersten, zweiten oder dritten Trimester sein wird.
- Mutterschutz und Elternzeit: Der Beginn der Mutterschutzfrist hängt direkt am errechneten Geburtstermin. Wer den Stichtag für einen Antrag kennen möchte, kann von einem konkreten Datum aus rückwärts rechnen, statt nur auf die aktuelle Woche zu schauen.
- Rückblickend: Manchmal ist die Frage auch retrospektiv gemeint — z.B. "in welcher SSW war ich am Tag der Untersuchung X" — was mit derselben Methode beantwortet werden kann, nur mit einem Datum in der Vergangenheit.
Die Woche-für-Woche-Übersicht als Checkliste nutzen
Der Rechner bietet bereits einen Woche-für-Woche-Tracker mit ungefährer Baby-Größe zwischen SSW 4 und 40, sowie einen Button, der die aktuelle Ansicht über die Druckfunktion des Browsers als PDF sichert oder ausdruckt. Das ist praktisch, um das aktuelle Ergebnis festzuhalten — etwa vor einem Arzttermin oder um es an Partner oder Hebamme weiterzugeben.
Denkbar wäre außerdem eine erweiterte Druckvariante, die aus dem Wochen-Tracker eine durchgehende Checkliste macht: eine Zeile pro SSW mit Platz zum Ankreuzen, wann welche Vorsorgeuntersuchung ansteht oder welches Entwicklungsdatum bereits erreicht wurde. So könnte man etwa vor einer längeren Reise oder dem Wechsel des Trimesters auf einen Blick sehen, was in den kommenden Wochen ansteht, statt jede Woche einzeln im Browser nachzuschauen. Bislang ist das noch kein Bestandteil der Druckfunktion, ergänzt aber gut die bereits vorhandene Tabelle mit den Vorsorgeterminen.
SSW berechnen, Woche für Woche verfolgen und das Ergebnis direkt als PDF sichern oder ausdrucken.
Rechner jetzt öffnen →