Was Primfaktorzerlegung eigentlich bedeutet
Eine Primzahl ist eine natürliche Zahl größer als 1, die nur durch 1 und sich selbst teilbar ist — 2, 3, 5, 7, 11, 13 und so weiter. Alle anderen Zahlen größer als 1 heißen zusammengesetzt, weil sie sich als Produkt kleinerer Zahlen schreiben lassen. Genau diese Zerlegung in ihre kleinsten, nicht weiter teilbaren Bausteine nennt man Primfaktorzerlegung.
Die Methode Schritt für Schritt
Nehmen wir als Beispiel die Zahl 360. Zuerst wird durch 2 geteilt, so lange es glatt aufgeht: 360 ÷ 2 = 180, 180 ÷ 2 = 90, 90 ÷ 2 = 45 — jetzt geht 2 nicht mehr glatt auf, also war der Exponent von 2 gleich 3. Weiter geht es mit der nächsten Primzahl, 3: 45 ÷ 3 = 15, 15 ÷ 3 = 5 — Exponent von 3 ist 2. Übrig bleibt 5, was selbst eine Primzahl ist. Das Ergebnis:
| Schritt | Division | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | 360 ÷ 2 | 180 |
| 2 | 180 ÷ 2 | 90 |
| 3 | 90 ÷ 2 | 45 |
| 4 | 45 ÷ 3 | 15 |
| 5 | 15 ÷ 3 | 5 |
| Ergebnis | 2³ × 3² × 5 | |
Bei sehr großen Zahlen (viele Stellen) wird diese Methode von Hand unpraktisch langsam. Der ToolPico-Rechner löst das, indem er bei kleinen Zahlen dieselbe Probedivision anwendet, aber bei großen Zahlen automatisch auf einen schnellen, Miller-Rabin-basierten Primzahltest und den Pollard-Rho-Algorithmus zur Faktorisierung umschaltet — beides läuft direkt im Browser, ohne dass Daten irgendwohin gesendet werden.
Teiler, ggT und teilerfremde Zahlen
Die Teiler einer Zahl ergeben sich aus allen Kombinationen ihrer Primfaktoren mit den jeweiligen Exponenten. Für 12 = 2² × 3 sind das 1, 2, 3, 4, 6 und 12 — sechs Teiler insgesamt. Zwei Zahlen sind teilerfremd, wenn ihre Primfaktorzerlegungen keine gemeinsame Primzahl enthalten, ihr ggT also 1 ist. Ein Beispiel: 8 = 2³ und 15 = 3 × 5 haben keine gemeinsame Primzahl, sind also teilerfremd — obwohl beide Zahlen selbst zusammengesetzt sind.
Primzahlen in einem Bereich finden
Statt jede einzelne Zahl eines Bereichs per Probedivision zu testen, streicht das Sieb des Eratosthenes ab 2 beginnend alle Vielfachen jeder neu gefundenen Primzahl. Was am Ende unmarkiert bleibt, sind die Primzahlen. Zwischen 1 und 100 gibt es so beispielsweise 25 Primzahlen (2 bis 97), zwischen 1 und 1.000 sind es 168 — praktisch, wenn man etwa für ein Sudoku-Rätsel, eine Verschlüsselungsübung oder schlicht aus Interesse schnell eine Übersicht braucht. (Als Beispielrechnung: Wer für ein Schulprojekt „alle Primzahlen bis 500” braucht, bekommt mit dem Sieb sofort eine vollständige, geprüfte Liste statt manuell abzuzählen.)