Startseite › Blog › Entscheidungsrad im Stream
Ob Sub-Give-away, Community-Umfrage oder Zufallsziehung zwischen Zuschauernamen: Ein Entscheidungsrad ist ein beliebtes Element in Livestreams. Wer es aber vor Publikum einsetzt, hat andere Anforderungen als bei einer schnellen Abendessen-Entscheidung zu Hause — hier geht es um grosse Listen, Vollbild-Darstellung und Nachvollziehbarkeit.
Wer regelmässig grössere Community-Ziehungen macht — etwa alle Zuschauer, die an einem Abend im Chat aktiv waren, oder alle, die sich für ein Give-away gemeldet haben — sammelt die Namen meist ohnehin schon in einer Tabelle oder einem Texteditor. Diese Liste lässt sich in einem Rutsch ins Optionsfeld des Rads einfügen, solange jeder Name in einer eigenen Zeile steht.
Ein direkter CSV- oder TXT-Datei-Import — also eine Datei per Klick auswählen, statt den Text von Hand einzufügen — ist ein naheliegender nächster Schritt für genau solche Szenarien mit sehr langen, wiederkehrenden Listen, und eine Idee, die bei künftigen Versionen des Rads Sinn ergeben würde. Bis es so weit ist, bleibt Copy-&-Paste aus deiner Chat-Exportliste, deiner Excel-Spalte oder deinem Notizzettel der schnellste Weg.
Für viele Streamer reicht es, das Browserfenster mit aktivem Vollbild-Modus als eigene Szene in die Streaming-Software zu holen und passend zuzuschneiden — der Hintergrund des Rads wandert dann einfach mit ins Bild. Wer stattdessen ein transparentes Overlay möchte, bei dem nur das drehende Rad sichtbar ist und der Rest der Szene durchscheint, müsste diesen Effekt momentan über einen Chroma-Key-Filter in der Streaming-Software nachbilden, indem der Hintergrund des Rads auf eine einheitliche Farbe gesetzt und anschliessend herausgefiltert wird.
Eine speziell für diesen Zweck gebaute, von Haus aus transparente Einbett-Variante wäre für OBS- und ähnliche Setups deutlich komfortabler, weil sie den Chroma-Key-Umweg überflüssig machen würde. Das ist aktuell noch keine vorhandene Funktion des Rads, aber ein plausibler Ausbauschritt, wenn das Tool stärker in Richtung Streaming-Zubehör weitergedacht wird.
Bei einer Verlosung vor Publikum zählt Transparenz mehr als bei einer privaten Entscheidung. Zuschauer, die selbst im Lostopf sind, wollen im Zweifel nachvollziehen können, wer bereits gewonnen hat und dass niemand bevorzugt wurde. Der Drehungszähler mit Gewinnerverlauf hält jede Ziehung mit Zeitstempel fest, sodass sich im Nachhinein — etwa im Chat oder in einem Clip — leicht zeigen lässt, wer wann gezogen wurde.
Für Give-aways mit mehreren Preisen sorgt der Eliminierungsmodus dafür, dass bereits gezogene Namen automatisch aus der Liste verschwinden, sodass niemand zweimal gewinnen kann. Und wer der Community vorab zeigen will, dass die Ziehung nicht manipulierbar ist, kann den 10.000-Drehungen-Fairnesstest einmal live vorführen, bevor die eigentliche Verlosung beginnt — er zeigt grafisch, dass alle eingetragenen Namen ungefähr gleich oft gezogen werden.
Liste einfügen, Vollbild aktivieren und das Rad vor Publikum entscheiden lassen.
Entscheidungsrad ausprobieren →