EAN-13 oder Code 128? So wählst du das richtige Barcode-Format für dein Produkt
Du hast eine Produktnummer, eine Seriennummer oder einen Versandkarton vor dir und fragst dich, welches Barcode-Format überhaupt das richtige ist. Dieser Leitfaden erklärt die gängigsten Formate anhand konkreter Anwendungsfälle — und zeigt, wie du in wenigen Sekunden einen fertigen, druckfähigen Barcode erstellst.
Welches Barcode-Format passt zu deinem Fall?
KurzantwortFür Einzelhandelsprodukte in Europa nutzt du EAN-13 (oder EAN-8 für kleine Verpackungen), für Produkte in den USA/Kanada UPC-A. Für interne Seriennummern, Etiketten oder Lagerverwaltung eignet sich Code 128 oder Code 39 besser, da beide flexibel Buchstaben und Zahlen kodieren können.
Der Unterschied liegt vor allem darin, ob dein Barcode an einer echten Handelskasse gescannt werden muss oder nur intern verwendet wird. EAN-13 und UPC-A sind starre, weltweit standardisierte Formate mit exakt 13 bzw. 12 Ziffern und einer vergebenen GTIN-Struktur (Länderpräfix, Hersteller, Produkt, Prüfziffer) — sie werden von praktisch jedem Kassensystem erkannt. Code 128 und Code 39 dagegen haben keine feste Länge und keinen zentralen Vergabestandard; sie eignen sich hervorragend für Seriennummern, interne Auftragsnummern oder Regaletiketten, bei denen niemand eine offizielle GS1-Nummer benötigt.
| Format | Länge | Typischer Einsatz |
EAN-13 | 13 Ziffern | Einzelhandel Europa/international |
UPC-A | 12 Ziffern | Einzelhandel USA/Kanada |
EAN-8 | 8 Ziffern | Kleine Verpackungen (z. B. Kaugummi) |
Code 128 | variabel | Seriennummern, Versand, Lager |
Code 39 | variabel | Industrie-/Logistiketiketten |
ITF-14 | 14 Ziffern | Versandkartons / Umverpackung |
Beispielszenario: Ein kleiner Hersteller möchte eine Handcreme im deutschen Einzelhandel verkaufen. Er lässt sich bei GS1 Germany ein Länder-/Firmenpräfix zuteilen, vergibt eine Produktnummer und trägt die ersten 12 Ziffern in den Generator ein — die 13. Prüfziffer wird automatisch berechnet. Für die interne Chargenverfolgung im Lager nutzt derselbe Betrieb dagegen Code 128 mit einer eigenen, frei wählbaren Seriennummer, weil dafür keine offizielle GTIN nötig ist.
Wie funktioniert die Prüfziffer, und warum ist sie so wichtig?
KurzantwortDie Prüfziffer ist die letzte Ziffer eines Barcodes und wird mathematisch aus den vorherigen Ziffern berechnet. Sie hilft Scannern, Tipp- oder Lesefehler sofort zu erkennen, bevor eine falsche Nummer verarbeitet wird.
Bei EAN-13, UPC-A, EAN-8 und ITF-14 wird jede Ziffer abwechselnd mit dem Faktor 1 und 3 gewichtet, die Summe gebildet und auf das nächste Vielfache von 10 aufgerundet — die Differenz ist die Prüfziffer. Das klingt nach viel Rechenarbeit, muss man aber nicht selbst durchführen: Im ToolPico Barcode-Generator reicht es, die Basisziffern einzugeben (12 bei EAN-13, 11 bei UPC-A, 7 bei EAN-8, 13 bei ITF-14), die passende Prüfziffer wird automatisch ergänzt.
Praxis-Tipp: Wenn du eine bestehende Nummer (z. B. von einer alten Verpackung) abtippst, gib ruhig alle Ziffern inklusive der ursprünglichen Prüfziffer ein — das Tool zeigt eine Warnung, falls die Prüfziffer nicht zur restlichen Zahl passt, sodass Tippfehler auffallen, bevor der Barcode gedruckt wird.
GS1-128 für Logistik- und Verpackungsetiketten
KurzantwortGS1-128 ist ein Code-128-Barcode mit einem speziellen FNC1-Startzeichen, der mehrere Informationen (GTIN, Charge, Datum, Seriennummer, Menge) in einem einzigen Barcode zusammenfasst — typisch für Logistik-, Lebensmittel- und Pharmaetiketten.
Statt nur eine einzelne Produktnummer zu kodieren, kombiniert GS1-128 mehrere sogenannte Application Identifiers (AI) — etwa (01) für die GTIN, (10) für die Chargen-/Losnummer, (11) und (17) für Produktions- und Verfallsdatum, (21) für eine Seriennummer und (30) für die Stückzahl. Der ToolPico-Generator enthält dafür einen eigenen AI-Builder: Du trägst die Werte in einzelne Felder ein, und das Tool setzt daraus automatisch den korrekten Datenstring nach GS1-Regeln zusammen, inklusive des nötigen FNC1-Startzeichens für Scanner.
Beispielszenario (rein illustrativ): Ein Lebensmittelgroßhändler verpackt eine Palette mit der GTIN 00012345678905, Charge LOT42A, Produktionsdatum 22. Juli 2026 und Verfallsdatum Ende 2027. Alle vier Angaben lassen sich in einem einzigen GS1-128-Etikett zusammenfassen, das ein Lagerscanner in einem Durchgang ausliest — ohne vier separate Barcodes drucken zu müssen.
Viele Barcodes auf einmal erstellen und drucken
KurzantwortDer Massen- und Serien-Modus erzeugt mehrere Barcodes gleichzeitig — entweder aus einer eingefügten Liste oder als automatisch hochzählende Sequenz mit Präfix, Start-/Endwert und Nullen-Auffüllung.
Wer nicht nur einen, sondern gleich mehrere Barcodes benötigt — etwa für eine Reihe von Versandkartons oder eine kleine Produktserie —, muss nicht jeden einzeln von Hand eingeben. Im Listenmodus fügst du einfach einen Wert pro Zeile ein; im Seriemodus reicht ein Präfix (z. B. SENDUNG-), ein Start- und Endwert, eine Schrittweite und die gewünschte Anzahl an Nullen zur Auffüllung, etwa SENDUNG-001 bis SENDUNG-012. Höhe, Balkenbreite, Farbe und Textanzeige aus den Grundeinstellungen gelten dabei automatisch für jeden erzeugten Barcode. Alle Ergebnisse lassen sich als Etikettenbogen im Letter-Format anordnen und drucken oder als PDF speichern.
Barcode direkt erstellen — EAN-13, UPC-A, Code 128, GS1-128 und mehr, mit Live-Vorschau und PNG/SVG-Download.
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Häufige Fragen
Welches Barcode-Format sollte ich für mein Produkt wählen?
Für einzelne Einzelhandelsprodukte, die in Europa oder international verkauft werden, nutze EAN-13 (oder EAN-8 für kleine Verpackungen). Für Produkte, die in den USA oder Kanada verkauft werden, nutze UPC-A. Für interne Seriennummern, Sendungsverfolgung oder Lageretiketten eignet sich Code 128 oder Code 39 besser. Für Versandkartons ist ITF-14 üblich, und für Logistiketiketten mit mehreren Informationen (GTIN, Charge, Datum, Seriennummer) ist GS1-128 der richtige Standard.
Was ist eine Prüfziffer, und warum wird sie automatisch berechnet?
Eine Prüfziffer ist eine abschließende Ziffer, die nach einer festen Formel aus den vorangehenden Ziffern berechnet wird (bei EAN-13 und UPC-A eine gewichtete Summe der ungeraden/geraden Positionen, ergänzt auf das nächste Vielfache von 10). Sie ermöglicht es Scan-Software, einen Lesefehler oder Tippfehler zu erkennen, bevor die Nummer verwendet wird. Im ToolPico Barcode-Generator genügt die Eingabe von 12/11/7/13 Ziffern für EAN-13/UPC-A/EAN-8/ITF-14 — die korrekte Prüfziffer wird automatisch berechnet und angehängt.
Kann ich mehrere Barcodes auf einmal erstellen?
Ja. Der ToolPico Barcode-Generator bietet einen Massen- und Serien-Modus: Entweder fügst du eine Liste von Werten ein (ein Wert pro Zeile) oder lässt eine fortlaufende Sequenz mit Präfix, Start-/Endwert, Schrittweite und Nullen-Auffüllung automatisch generieren. Format- und Stileinstellungen wie Höhe, Farbe und Textanzeige gelten dann für jeden erzeugten Barcode gleichermaßen — praktisch zum Drucken ganzer Etikettenbögen.
Was ist GS1-128, und wann brauche ich es?
GS1-128 ist ein Code-128-basierter Barcode mit einem speziellen FNC1-Startzeichen, der mehrere strukturierte Datenfelder (Application Identifiers) in einem einzigen Barcode kombiniert — etwa GTIN, Chargennummer, Produktions- und Verfallsdatum sowie Seriennummer. Er wird vor allem in Logistik, Lebensmittel- und Pharmaverpackungen eingesetzt, wenn mehr Informationen als nur eine einzelne Produktnummer auf ein Etikett sollen. Der ToolPico-Generator enthält dafür einen AI-Builder, der den Datenstring automatisch nach GS1-Regeln zusammensetzt.
Werden meine eingegebenen Barcode-Daten irgendwo gespeichert?
Nein. Die Barcode-Generierung läuft vollständig im Browser (clientseitig). Die Produktnummer, Seriennummer oder der Text, den du eingibst, wird niemals an einen Server gesendet, dort gespeichert oder protokolliert. Auch die heruntergeladenen PNG- und SVG-Dateien werden lokal auf deinem Gerät erzeugt — deine Daten verlassen dein Gerät nicht.
Weiterführende Rechner
Hinweis: Dieser Artikel dient allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine offizielle GS1-Beratung. Zahlenbeispiele (z. B. GTIN, Chargennummern) sind frei erfunden und dienen nur der Veranschaulichung. Für die Vergabe echter, im Handel gültiger Barcode-Nummern wende dich an die zuständige nationale GS1-Organisation.